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Exkursion nach Paris - Mit dem schnellsten Zug von Freiburg nach Frankreich

Früh am Morgen fuhr uns mein Vater an einem Dienstag im August zum Bahnhof nach Freiburg. Von dort ging es nach 6 Uhr mit dem TGV nach Paris.

Daniel vor TGV Großvater vor TGV vor der Abfahrt

Über Offen­burg und Straß­burg waren wir – mein Groß­vater und ich - in gut drei Stunden in der fran­zösi­schen Métro­pole. Was mich unheim­lich interes­sierte war, wie schnell fährt denn unser TGV. Der höchste Wert auf der Anzeige war 314 km/h!

Geschwindigkeitsanzeige

In Paris gibt es keinen zentra­len Bahnhof. Deshalb findet man auch keinen Haupt­bahn­hof oder ähnliches, sondern 6 größere Kopf­bahnhöfe, verteilt um den Stadtkern. Der Pariser Ost­bahnhof (Gare de l´Est) ist einer der ältesten und einer der größten Bahnhöfe in Paris. Hier halten auch die Züge, welche aus Straß­burg und dem Süden Deutsch­lands kom­men. Da wir wenig Zeit hatten, machten wir uns schleunigst auf den Weg zur Métro­station, denn bis 17 Uhr lag ein großes Pro­gramm vor uns. Um diese Zeit mussten wir spä­tes­tens zurück sein, wenn der TGV nicht ohne uns fahren sollte.

Die Métro

Metro-Station Über 300 Stationen hat die Métro, davon haben wir einige große Stationen kennen­gelernt. Dabei haben wir auch die vielen Treppen benutzt, davon waren wir beide und besonders mein Opa am Abend geschafft.


Rue Mouffetard

Die Rue Mouffetard ist eine uralte Pariser Straße mit mittelalterlichem Charme und viel geschäf­tigem Treiben. In der Rue Mouffetard verbindet sich mittel­alter­liche Ge­schichte mit einem Ein­kaufs-­Erleb­nis der beson­deren Art. Die über 600 Meter lange und 7 Meter breite Straße lässt sich über die Métro-­Station Place Monge mit der Linie 7 vom Ost­bahnhof erreichen.

Unser SouvenirladenDass die Straße, die zu den ältesten Straßen von Paris gehört, ihr nahezu unverändertes Aussehen über die Jahrhunderte erhalten hat, verdankt sie ihrer Lage auf einem Hügel. Während der großen Um­gestal­tung der französi­schen Haupt­stadt wurden die meisten alten Straßen verlegt, aber nicht die Rue Mouffetard. In alten Zeiten muss es hier übel gerochen haben, denn der Straßen­name wurde vom franzö­sischen Wort für „Stinktier“ abge­leitet. Die Ursache für die Gerüche war das Flüsschen Bièvre, in das viele Ab­wässer abgelei­tet wurden, zu vergleichen mit dem Gewerbebach in Freiburg. Leider war in der Ferienzeit wenig vom Flair dieser Straße zu sehen.

Unser Café  

Hier legten wir unseren ersten Stopp ein und genehmig­ten uns im Café Le Censieur an der Rue Monge ein französisches Früh­stück mit Croissants und einem frisch gepress­ten Glas Orangen­saft. Ein kleiner Souvenir­laden Par'ici wurde nun angesteuert, um ein paar Mit­bring­sel zu kaufen. Bald schon ging es mit der Métro weiter zum Turm Montparnasse.

Tour Montparnasse

Turm Montparnasse

Wegen der fantas­tischen Aus­sicht ist der Turm Mont­parnasse ein Highlight. Mit dem Aufzug geht es in die Panorama-Etage, wo man auch bei Regen oder Kälte eine tolle Aussicht genießen kann.

Opa auf Turm-Plattform Montparnasse  Blick Richtung Eiffelturm  Auf der Panorama-Plattform

Wir stiegen von der Panorama-Etage die Treppen (!) zur Dachterrasse auf, denn dort hatten wir einen tollen Rundblick über Paris.

  Blick vom Turm Montparnasse  Blick vom Turm Montparnasse  Blick vom Turm Montparnasse

Pâtisserie Ladurée in der Rue Cler

Maison Ladurée, traditions­reiche französische Nobel-­Konditor­kette, ist besonders für die bunten Macarons bekannt. Bonbons, haus­gemachte Marshmallows und Frucht­mark­gelées zählen zum kulinari­schen Sortiment. Es war also klar, da müssen wir hin! Die Rue Cler ist eine der authentischsten Marktstraßen in Paris. Das Viertel hat den Charme eines kleinen Dorfes, dank seiner winzigen Geschäfte, seiner ursprünglichen Kopfsteinpflaster.

Ladirée on der Rue Cler   Café Central

Auf Umwegen angekommen, war das kleine Geschäft geschlossen: Urlaub! Da hatten wir den Fußmarsch fast umsonst eingelegt. Der Magen knurrte und so gingen wir in das gegen­über­lie­gende Restaurant.
Gestärkt setzten wir unseren Fußmarsch fort zum Place Jauqes-Rueff, von dem wir einen guten Blick auf den Eiffelturm hatten.

La Tour Eiffel

La Tour EiffelDer Eiffelturm ist das wichtigste Symbol und Bauwerk und misst 324 m Höhe, mit einem Gesamtgewicht von über 10 Millionen Kilogramm. Sein Bau dauerte zwei Jahre, zwei Monate und fünf Tage, er wurde anlässlich der Weltausstellung von 1889 erbaut. Der Turm wurde nach dem Erbauer Gustave Eiffel benannt – hat also nichts mit der Eifel (Mittelgebirge) zu tun.

Geschichte zur Erbauung des Turms

Das im "Journal officiel" ausgeschriebene Projekt hatte zum Ziel, einen Stahlturm von 300 Meter Höhe auf einer Grundfläche von 125x125 Metern auf dem Ausstelungsgelände "Champ-de-Mars" zu errichten.

Für die Erbauung des Eiffelturms erstellten 50 Ingenieure mehr als 5.300 Zeichnungen. Mehr als 18 000 verschiedene Einzelteile wurden in Stahlfabriken vorgefertigt. Auf der Baustelle des Eiffelturms waren mehr als 130 Arbeiter mit der Montage beschäftigt.

Ursprünglich sollte der Eiffelturm nach 20 Jahren wieder abgebaut werden!


Blick über die Seine

Weiter ging es zu Fuß bis zur Seine. Dort genos­sen wir den Blick über die Brücken von Paris.

Blick über die Seine Schiife auf der Seine Blick stromabwärts

Hier sieht man einen der Elektroroller, der mithilfe einer App gefunden, ent­riegelt und genutzt werden kann. Leider hatten wir aber keine solche Smartphone-App, sonst wären wir sicherlich viel schneller und bequemer durch Paris geglitten. So mussten wir unseren Weg leider zu Fuß zur nächsten Métro-Station fortsetzen.

Elektroroller auf der Brücke

Die Station Franklin D. Rossevelt an der Champs-Élysées war das nächste Ziel. Das sollte unser vorletzter Stopp unserer etwas verkürzten Exkursion werden.

Champs-Élysées

Die Champs-Élysées, auch als Avenue des Champs-Élysées bekannt, bildet die berühmte Prachtstraße der französischen Métropole Paris. Sie verläuft von der Place de la Concorde bis zur Place Charles de Gaulle mit dem Triumphbogen.

Champs-Élysées und Triumphbogen   Prachtstraße Richtung Concorde

Palais Louvre

Der Louvre zählt zu den heraus­ragen­den Sehens­würdig­keiten in Paris. Flächen­mäßig ist der Louvre das dritt­größte Museum weltweit. Hier hängt nicht nur das Gemälde der Mona Lisa. Der Louvre befindet sich direkt an der Seine. Der Innenhof des Louvre liegt auf der „axe historique“, der großen städte­baulichen Sicht­achse im Zentrum von Paris.

Die Métrostation Palais Royal - Musée du Louvre liegt in unmittelbarer Nähe des Louvre. Dorthin führte unser Weg. Bisher hatten wir vergeb­lich nach einer Toilette in den Métrostationen Ausschau gehalten. An dieser Station hatte man Erbarmen mit uns.

Blick zum Louvre Skulptur im Zugang zum Louvre Skulpturen im Zugang zum Louvre

Montmartre mit Sacré-Cœur

Sacré-Cœur und Montmartre standen noch auf dem ehrgeizigen Plan meines Großvaters. Diese Tages­ordnungs­punkte haben wir streichen müssen, denn die Wege waren doch zeit­raubender wegen der vielen Treppen als gedacht. Hinzu kam, dass wir die Linie 6 ab Montparnasse wegen Baumaßnahmen nicht nehmen konnten und wir einen größeren Umweg, der natürlich nicht geplant war, zur Konditorei Ladurée in Kauf nehmen mussten.

Rückkehr nach Freiburg

Auf der Rückfahrt von Paris nach Freiburg konnten wir uns etwas von den Strapazen erholen – vor Allem mein Großvater. Die vielen Treppen waren anstrengend. Es war schon toll, dass er mit mir diese Exkursion in den Sommerferien 2019 durchgeführt hat.

Daniel war als Navigator in den Métrostationen eine große Hilfe, er fand immer zielsicher den Ausgang und den Weg zur richtigen Métro. (Anm. des Opas)